Homöopathische Arzneimittel aus Bienen bzw. deren Substanzen
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Für folgende drei (uns bekannten) homöopathischen Arzneimittel braucht es als Ausgangssubstanz Bienen bzw. deren Produkte.
Apis mellifica - Bienen
Apis mellifica ist ein homöopathisches Mittel, das Du vielleicht schon mal nach einem Insektenstich benutzt hast.
Apis mellifica ist ein lateinische Name für unsere Honigbiene. (Der eigentliche Name ist zwar Apis mellifera aber das ist hierbei nicht wichtig.) Um das Mittel herzustellen werden ganze Bienen kontrolliert abgetötet und zu diesem homöopathischen Mittel verarbeitet.
Als Imkerin wurde ich einmal gefragt, ob ich 40kg tote Bienen an ein Pharmaunternehmen liefern könne. Das sind etwa 5-8 Völker. Ich habe abgelehnt und benutze das Mittel nicht. Aber grundsätzlich lehnen wir es nicht ab. Wenn es Menschen gibt, die bei schwersten Krankheiten auf dieses Mittel angewiesen sind, können wir das nachvollziehen. Man sollte jedoch die Hintergründe kennen und solche Heilmittel mit Bedacht einnehmen.
Apis regina - Bienenkönigin oder deren Larve
Apis regina ist der lateinisch-pharmazeutische Name für das homöopathische Mittel aus der Bienenkönigin bzw. deren Larve. Es gibt verschiedene Herstellungsverfahren.
Manchmal verwendet das pharmazeutische Unternehmen die geschlüpfte Königin, also das erwachsene Insekt. Manchmal wird die ganze Königinnenzelle verwendet, bevor sie schlüpft. Die Königin befindet sich dann erst im Larvenstadium und neben der Larve wird die runde Königinnenzelle aus Bienenwachs und das darin enthaltene Gelee Royale mitverarbeitet.
In beiden Fällen wird die Larve mitsamt ihrer Zelle bzw. die Königin aus dem Volk entnommen und kontrolliert abgetötet und zu diesem Mittel verarbeitet.
Apisinum - Bienengift
Apisinum ist der lateinische Name für das Bienengift der Honigbiene. Um dieses herzustellen ernten Imker Bienengift von ihren Bienen, ohne dass sie dabei sterben.
Das geschieht mittels elektrischer Stimulation der Bienen. Sie spritzten ihr Gift auf eine Glasscheibe, weshalb der Stachel nicht steckenbleiben kann, wie in unserer Haut. Das Gift trocknet schnell zu einem feinen Pulver, welches von der Glasscheibe abgeschabt wird. Aus dem Pulver wird das Mittel Apisinum hergestellt wird.
Das Bienengift beziehen die Pharmaunternehmen aus dem Ausland aus konventioneller oder biologischer Bienenhaltung, da es dort billiger herzustellen ist, als in Deutschland und die hiesigen Imkereien wenig darauf spezialisiert sind.