Artikel: Welcher Honig ist der gesündeste?
Welcher Honig ist der gesündeste?
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Oft werden wir nach dem gesündesten oder besten Honig gefragt. Es gibt einige Unterschiede.
Hinweis: Aufgrund der Health Claim Verordnung sind wir nicht befugt, gesundheitliche Aussagen zu machen. Die folgenden Informationen stammen von erfahrenen Apitherapeuten und ersetzen keinen Arztbesuch.
Aber vorweg: Jeder Honig, der wie bei Immenkraft, nicht erhitzt, hochrein und frei von Pestizidrückständen ist, ist gesund. Wenn er dazu noch aus einer biologisch-dynamischen Bienenhaltung (Demeter) kommt, hast Du bei der Wahl alles richtig gemacht. Folge daher als erstes Deinem Geschmack und zwinge Dich nicht dazu, einen Honig zu essen, den Du nicht magst. Essen soll auch Freude machen.
Die Antwort KANN nicht eindeutig sein – warum?
Stell Dir vor, Du fragst jemanden, der verschiedene Heilkräuter anbaut, nach dem gesündesten Kraut. Die Antwort wäre: „Es kommt darauf an, was Du mit dem Kraut erreichen willst.“
Thymian kann eine Zutat zu einer Speise sein, die Du kochst, also verwendest Du in diesem Fall Thymian wegen des Aromas. Thymian kann Husten lösen und Du bereitest einen Tee daraus. Minze kann kein Husten lösen. Und Minze passt gerade nicht zu Deiner Speise.
In beiden Fällen ist die Wahl klar: Welchen Geschmack oder welche Wirkung Du Dir wünschst, danach wählst Du das Kraut aus.
Bei Honig ist das genauso
Honig entsteht aus Pflanzensäften. Wie die verschiedenen Pflanzen unterschiedliche Wirkungen und Aromen haben, so auch deren Säfte (Nektar).
Wusstest Du, dass Sterne-Köche für ihre Gerichte die jeweils passenden Honigsorten genau auswählen? Unterstützt werden sie dabei von Honig-Sommeliers.
Allen Honigen gemeinsam wird ihnen zugeschrieben, dass sie:
- antioxidativ
- entzündungshemmend (Erkältung, Halsschmerzen, etc.)
- immunfördernd
- schlaffördernd,
- kräftigend, aber nicht belastend für geschwächten Organismus
- ein Katalysator für das Verdauungssystem
- entgiftend, gut für Leber
- gefördert für die Darmperistaltik und Magensaftsekretion
- durchblutungsfördernd
sein sollen.
Honig hat einen niedrigen glykämischen Index. Neben den zahlreichen Inhaltstoffen (über 300!) wie Vitaminen, Mineralstoffen, Fetten, Aminosäuren etc. enthält er verschiedene Zuckerarten, die schnell und lang anhaltend Energie liefern. Honig unterstützt besonders Sportler für ermüdungsfreie Dauerleistungen, da Muskeln und Nerven schnell und anhaltend gleichmäßig mit Energie versorgt werden, ohne zu belasten.
Nun aber zu den Unterschieden der Sortenhonige:
Dunklere Honigsorten (Kastanie, Heide, Buchweizen, Wald, dunkle Sommertracht):
- im Vergleich mehr :
- Polyphenole (unter anderem Flavonoide)
- Stärker zugeschriebene Wirkung aufgrund der Inhaltsstoffe
- antioxidativ
- entzündungshemmend
- immunfördernd
- kreislaufanregend
Kastanie (derzeit nicht im Shop)
- im Vergleich mehr (siehe dunkle Honige und) :
- Tannin (herb, adstringierend)
- Fruktose
- Mögliche Anwendungstipps (siehe dunkle Honige und) :
- günstig für Niere und Blase
Heide (derzeit nicht im Shop)
- im Vergleich mehr (siehe dunkle Honige und) :
- Eisen
- Mögliche Anwendungstipps (siehe dunkle Honige und) :
- harntreibend, daher günstig für Niere und Blase
- Blutarmut (Anämie)
- Prostatabeschwerden
Buchweizen
- im Vergleich mehr (siehe dunkle Honige und):
- Mineralstoffe und Spurenelemente
- Mögliche Anwendungstipps (siehe dunkle Honige und) :
- Stoffwechsel und Stoffwechsel
- Durchblutungsstörungen, Venenleiden, Krampfadern etc.
- antientzündlich, ähnlich stark wie Manuka-Honig zum Beispiel bei Pseudomonas aeroginosa, eine bakterielle Lungenentzündung
Waldtracht
- im Vergleich mehr (siehe dunkle Honige und):
- Mineralstoffe, aber weniger Pollen
- Ätherische Öle der Nadelbäume
- mögliche Anwendungstipps (siehe dunkle Honige und):
- Elektrolyt-Haushalt auffüllen (Sportler)
- höherer Mineralstoffbedarf (Durchfallerkrankungen)
- Erkältung, Bronchialerkrankungen
- Nervenstärkend, Abwehrstärkend
Sommertracht
- im Vergleich mehr (siehe dunkle Honige und):
- Glucose-Oxydase-Aktivität (Enzym). Glucoseoxydase setzen die Bienen dem Honig über ihre Drüsen zu. Das Enzym setzt die im Honig enthaltene Glucose in das antientzündliche Wasserstoffperoxid um.
- mögliche Anwendungstipps (siehe dunkle Honige und):
- Beruhigend
- schlaffördernd
- antientzündlich
Linde
- im Vergleich mehr:
- Glucose-Oxydase-Aktivität (Enzym)
- mögliche Tipps:
- Beruhigend
- schlaffördernd
- Fieber
- Erkaltung
- antientzüdlich
Löwenzahn
- im Vergleich mehr:
- Enzyme
- Glucoe
- mögliche Anwendungstipps:
- blutreinigend
- unterstützt Leber, Galle, Niere
- verdauungsfördernd
Akazie
- im Vergleich mehr:
- Fruktose
- mögliche Anwendungstipps:
- gegen Sodbrennen
- unterstützt Leber, Galle, Niere
- schleimlösend bei Husten
- am besten für Diabetiker, aber bitte die BE rechnen!
- zum Süßen von Speisen und Getränken, da rel. mild und lange flüssig
Raps
- im Vergleich mehr:
- Glucose
- mögliche Anwendungstipps:
- schnelle Energie (Sportler, Schulkinder)
- konzentrationsfördernd, ausgleichend
- mild und samtig, daher beliebt bei Kindern
- in der Volksmedizin empfohlen bei Herzkrankheiten, Leberkrankheiten, Atembeschwerden
Kornblume
- im Vergleich mehr:
- Glucose-Oxydase-Aktivität (Enzym)
- mögliche Anwendungstipps:
- antientzündlich, ähnlich stark wie Manuka-Honig zum Beispiel bei Pseudomonas aeroginosa, eine bakterielle Lungenentzündung.
Frühtracht
- im Vergleich mehr:
- Pollen von Frühblühern (Hasel, Weise, Birke, Erle, etc.)
- Glucose
- mögliche Anwendungstipps:
- Desensibilisierung bei Pollenallergie (Wir haben schon oft die Rückmeldung erhalten, dass Polenallergiker, wenn sie ab Oktober jeden Tag 1 Teelöffel Frühtrachthonig essen, im darauffolgenden Frühjahr weniger Probleme mit Pollen haben.)
- schnelle Energie (Sportler, Schulkinder)
- wenn hoher Anteil an Rosskastanie: unterstützt das Herz-Kreislaufsystem
- wenn hoher Anteil an Weißdorn: herzstärkend
Unterschiede der Honige im Hinblick auf die Art der Honiggewinnung und den Erntezeitpunkt.
PRESSHONIG ist eine seltene Spezialität: Ganze Honigwaben werden händisch ausgeschnitten und ausgepresst.
Durch diesen Vorgang gelangt nicht nur Honig in Dein Glas, sondern auch reichlich Perga (Bienenbrot). Dies wertet den Honig stark auf, da der Nährstoffgehalt auf das 5-6-fache ansteigt.
Zum Anderen gelangen schützende Propolis und feinste Wachsteile mit in Deinem Honig.
Presshonig ist deshalb wesentlich nähstoffreicher und wertvoller für Dich. Zudem ist er viel aromatischer und komplexer im Geschmack. Durch den Pressvorgang kommt der Honig auch weniger mit Luft in Kontakt als beim Schleudern, wodurch die Oxidation herabgesetzt wird, was sich positiv auf die Qualität auswirkt.
Bei unseren derzeit neun Sorten Honigen, wie Frühtracht, Raps, Buchweizen usw. werden die Honigwaben in der Zentrifuge ausgeschleudert. Das Perga verbleibt dabei in den Waben. Die leeren Waben bekommen die Bienen wieder zurück. Das ist notwendig, um in dicht aufeinanderfolgenden Blütentrachten die Bienenvölker zu führen.
Beim Presshonig wird jedoch die Wabe zerstört und kann den Bienen nicht wieder zurückgegeben werden. Daher gibt es diesen Honig nicht von allen Trachten und eher wenig.
Die Bienen müssen das Wachs nämlich erst wieder neu erzeugen. Dies kostet sie Energie in Form von Honig. Wachs ist ein körpereigenes Produkt der Bienen und wird von Bienen ausgeschwitzt. Du kannst Wachs mitessen. Laut Apitherapie nimmt es Schwermetalle mit und leitet sie aus Deinem Körper.
QUINTESSENZ Presshonig ist eine Spezialität, die es, soweit wir wissen, nirgendwo auf der Welt zu kaufen gibt - außer bei IMMENKRAFT: Im zeitigen Frühjahr, kurz vor dem Einsetzen der ersten Tracht (Blüten), werden überschüssige kleineste Wabenstücke geerntet und gepresst. Der Erntezeitpunkt ist extrem kurz und erfordert viel Erfahrung und Wissen im Umgang mit den Bienen und der Natur.
QUINTESSENZ Presshonig wurde von den Bienen über den Winter gepflegt und konnte vollendet reifen. Er ist noch üppiger und komplexer im Geschmack, als Presshonig. Hier werden nur die reinen Honigüberschüsse der Bienen geerntet. Die Völker wurden nicht mit Zucker gefüttert und das ganze Jahr hindurch nicht beerntet! Das bedeutet, dass diese Völker nahezu ungestört leben.
WABENHONIG ist die ursprünglichste und unverfälschteste Art Honig zu essen. Es ist Honig in seiner „Naturverpackung“. Hier hast Du alle Vorteile des Presshonigs plus der Tatsache, dass keinerlei Verarbeitung (Pressen, Sieben, Abfüllen) stattgefunden hat.
Wabenhonig ist noch „süßer“ und „intensiver“ in der Geschmacks-Empfindung, da er keinerlei Oxydation ausgesetzt war. Jeder Wabenhonig schmeckt individuell – je nachdem, mit welchem Nektar die Bienen die Zellen gefüllt haben.
Die Waben kannst Du mitessen und solltest es auch. Wachs ist ein körpereigenes Produkt der Bienen und wird von Bienen ausgeschwitzt. Laut Apitherapie nimmt es Schwermetalle mit und leitet sie aus Deinem Körper.