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Artikel: Welche Blüten mögen Bienen im Vorfrühling?

Kätzchen der Haselnuss

Welche Blüten mögen Bienen im Vorfrühling?

Lesezeit: ca. 2 Minuten, 369 Wörter

Die Haselblüte läutet den Vorfrühling ein. Es ist eine phänomenologische Zeigerpflanze für diese Jahreszeit. Erste Nahrungspflanzen blühen im Februar, durch die wärmeren Jahre sogar manchmal bereits im Januar. Nicht alle Blumen, die wir Menschen schön finden, bieten für Bienen und andere Insekten Nahrung.

Mit Bienenaugen schauen 

Als Imker wird der Mensch unweigerlich in die Natur hinein katapultiert. Man schaut die Welt mit „Bienenaugen“. Wir Imker halten Ausschau nach den ersten nektar- und pollenspendenden Blüten zu suchen. Es ist tatsächlich so, als wären wir selbst eine Biene.

Geht man mit einem Milchviehalter durch die Landschaft, so wird sein Blick auf die Wiesen und Weiden gerichtet sein. Er sucht nach guten Futterpflanzen für seine Tiere, als wäre er selber eine Kuh, Ziege oder ein Schaf. Dies zeigt, wie Tierhalter mit ihren Tieren verbunden sind.

Trachtpflanzen im Vorfrühling

Im März sind die ersten wichtigen Pflanzen für Bienen – in der Imkersprache „Trachtpflanzen“ genannt – erblüht. In der Regel sind die heimischen Wildpflanzen, oft Heckenpflanzen.

Die gelb blühende Kornelkirsche liefert Nektar und Pollen. Du findest sie oft in naturnahen Hecken, an Böschungen oder als Straßenbegleitgrün. Die Früchte im Sommer sehen wie langgezogene Sauerkirschen aus und schmecken auch ähnlich. Du kannst sie pur essen oder zu Marmelade oder Saft verarbeiten. Sie wirken blutreinigend und sind äußerst gesund.

Die langen Kätzchen der Haselnuss liefern den Bienen reichlich Pollen. Die weiblichen Blüten sehen aus wie kleine Knospen und sitzen etwas oberhalb des Kätzchens. Sie geben keinen Nektar ab und die Haselnuss ist nicht auf die Bienen-Bestäubung angewiesen. Das erledigt der Wind.

Das Schneeglöckchen hat bereits Goethe mit den Bienen in Verbindung gebracht:

„Ein Blumenglöckchen vom Boden hervor / war fröhlich gesprossen im lieblichen Flor. / Da kam ein Bienlein und naschte fein – / - oh, die müssen wohl beide füreinander sein!“

Eine wichtige Wald- und Heckenpflanze ist die Heckenkirsche (Lonicera). Sie liefert Nektar und Pollen. Daneben blühen mancherorts bereits erste Weiden und Schlehen. Sie läuten für Imker endgültig die Bienensaison ein.

Schön, aber ohne Nutzen

„Unbrauchbar“ für Bienen sind Frühblüher wie Tulpen, Narzissen und Forsythie. Wenn Du noch Platz im Garten hast, setze lieber Zwiebeln von Krokussen oder Pflanze wilde Heckensträucher an. Jede Blüte zählt und wird dich mit mehr Lebendigkeit in der Natur beschenken.

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